Nein, malen, das ist nichts für mich. Das traue ich mir nicht zu. Dafür bin ich nicht Gut GenuG …

… das höre ich nicht selten, vor allem von Frauen. Aus Angst davor nicht „Gut GenuG“ zu sein, lässt man es lieber ganz. Wie schade!

Deshalb gebe ich Ende April 2019 einen zweitägigen Kreativ-Workshop der sich an alle richtet, die sich gerne kreativ ausdrücken würden, aber von sich glauben, nicht «gut genug» zu sein. Wie ich übrigens auch, gut 40 Jahre lang.

Der Workshop soll alle inspirieren, denen vielleicht wie mir in der Schule vermittelt wurde kein Talent zu haben, da sie in der Prüfung statt einem erkennbaren Baum eine abstrakte Interpretation davon abgegeben haben, und dafür ein «nicht gut genug» kassierten.

Den Einstieg in die Malerei hat mir eine Freundin ermöglicht, die mich zu einem ihrer Kurse eingeladen hat, bei dem einfach alles erlaubt war. Entstanden sind abstrakte Bilder – etwas «falsch» zu machen war nicht mehr möglich. Wir haben stundenlang gearbeitet, konnten nicht mehr aufhören und waren im «Flow».

Heute, bald 10 Jahre später, nach vielen Weiterbildungen und einigen Ausstellungen, kann ich mir ein Leben ohne Zeit im Atelier nicht mehr vorstellen. Das kreative Arbeiten ist für mich so befreiend und bereichernd, dass ich meine vielfältigen Erfahrungen mit den Teilnehmerinnen dieses Kurses teilen und ihnen das Tor zu ihrer Kreativität öffnen möchte.

Ziel des Kurses ist es nicht unbedingt, ein fertiges Bild zu gestalten, sondern sich ohne Karte auf eine Reise zu begeben und sich auf den Malprozess einzulassen. Im Moment sein, es fliessen zu lassen ohne ein Ziel vor Augen, nichts mehr zu denken und wohlwollend anzunehmen, was passiert.

Wir experimentieren mit verschiedenen Techniken und Materialien, vertrauen auf unsere Intuition, geniessen den Prozess, bewerten keine Resultate und freuen uns über Missgeschicke und «Fehler».

Denn die sind oft der Schlüssel zum fertigen, abstrakten Bild.

Das Coaching soll Vertrauen darauf schaffen, dass Imperfektion zur Vollendung gehört, und wir in vielem das wir tun, sehr wohl „Gut GenuG“ sind. Es fehlt eigentlich nur am Selbstvertrauen.