Sumpfkalkexperimente

Sumpfkalk – definitv eines meiner Lieblingsmaterialien. Anspruchsvoll, voller Energie und eigenwillig.

Wenn man gerne mit Materialien arbeitet, die man kontrollieren kann – Hände weg vom Sumpfkalk.

Er lässt sich nicht wirklich kontrollieren, man kann sich aber bestens von ihm überraschen und inspirieren lassen. Für Aussenstehende mag es sonderbar klingen, aber Sumpfkalk scheint auch die Energie und Stimmung seines Benutzers aufzunehmen, und bringt das dann in unterschiedlichen Rissbildungen zum Ausdruck. Das eine Mal kleine und feine, das andere Mal grobe, starke Risse, obwohl die gleiche Sumpfkalkmischung verwendet wurde. Manchmal ganz unerwartet auch gar keine Risse, wie in den in diesem Beitrag gezeigten Werken.

Aber genau das ist es, was mich am Material so fasziniert. Man muss sich völlig darauf einlassen und annehmen, was es gerade anbietet. Ich habe mich so in dieses uralte, natürliche Material verliebt, dass ich in meinen neuesten Sumpfkalkarbeiten ganz auf Acryl- und Ölfarben verzichte und ausschliesslich mit Steinmehlen, Asche und Pigmenten die Farben auf Sumpfkalkbasis herstelle.

Es gibt noch viel auszuprobieren. Ich freue mich darauf.