IMG_3311Unter einer Malreise kann man sich vieles vorstellen.

Macht man sich aber für eine Malreise auf den Weg an die Rue Yves Klein in Colle-sur-Loup an der Cote d’Azur, dann ist klar, „blau“ wird Thema sein. Yves Klein  schuf  1946 mit 18 Jahren sein „erstes unendliches und immaterielles Gemälde“. Ein blaues Monochrom, auf dem er, am Strand von Nizza liegend, den mediterranen Himmel malerisch umsetzte. Im Laufe der Jahre verwendete er zunehmend ein leicht rotstichiges Ultramarinblau, das er sich 1960 als „International Klein Bleu (I.K.B.)“ sogar patentieren liess.

Die im von Ines Hildur organisierten und geleiteten Workshop „Le Grand Bleu the Klein blue“ verwendeten Blau- und Grüntöne indes waren vielfältiger. Die entstandenen Werke fallen keinesfalls in die Kategorie der Monochrome. Gemalt wurde im Garten und um den Pool des wunderbaren Maison d’Hôtes La Forge d’Hauterives.

La Forge d'HauterivesFranzösisches Savoir Vivre vermittelten uns das Gastgeberpaar Anne und Patrick. Ihr Maison d’Hôtes, eine vor sieben Jahren  erworbene ehemalige Schmiede aus dem 19, Jahrhundert, wurde von Anne mit viel Liebe und Geschmack umgestaltet und eingerichtet.  Verwöhnt von Annes unglaublichen Kochkünsten genossen wir ihre  „Cuisine familiale de Provence“ am Abend in gemütlicher Runde bei Kerzenlicht am Cheminée. Es war ein kulinarischer Höhenflug, der immer auch noch Sprachkurs war. So war nach langem wer weissen in Französisch, Englisch, Deutsch und Schweizerdeutsch bei feinstem Ziegenkäse und Rotwein klar, dass „Le Bouc“ eben doch ein Ziegenbock und kein Hammel ist.

Sehr inspirierend waren auch die Ausflüge in die Fondation Hartung Bergmann in Antibes, sowie ins Atelier bei Peter Larsen in Nizza, der am Mittwoch Abend auch noch zu Tisch lud.

Alles in allem eine runde, gelungene Sache – die südfranzösische Sonne setzte der Reise die Krone auf.

 

 

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